Unser „Bütz“, Literat, Puppen- und Schauspieler, begnadeter Musiker, Sänger und vor allem auch Freund hat die Entwicklung und Bedeutung unseres Amateurtheater-Verbandes wesentlich geprägt und gefördert. Er arbeitete von 1973 bis 1993 im Vorstand und 30 Jahre als Beauftragter für den Bezirk Perg mit. Einerlei, worum ihn der Verband bat, jegliche Zusammenarbeit, all seine theatralischen und/oder musikalischen Auftritte, um die er ersucht wurde, mit Bütz war es nie kompliziert und vor allem hat es geklappt, immer bereichert und zum Ansehen unserer Heimat beigetragen. Auch „50 Jahre Perger Theater“, gefeiert 2015, sind untrennbar mit seinem vielseitigen Können und herausragenden Engagement verbunden. Seine Hilfsbereitschaft, seine Kreativität, seine Bühnenpräsenz, sein Frohsinn und Vertrauen haben die Welt ein gutes Stück schöner gemacht! Das hat sich in die Herzen vieler eingeprägt. Unter dem Titel „Bodenständiger Kultur-Arbeiter“ erinnerte Bernhard Leitner in den OÖ Nachrichten am 6. September 2016: „Heimathaus, Perger Theater, Kasperlbühne, Perg Jazz, Volksmusikabende, Schreibwerkstatt, Steinbrecherhaus und vieles mehr, was sich in den vergangenen fünf Jahrzehnten in Perg kulturell abspielte, trug seine Handschrift. „Bütz“ – so wollte Gerhard Pilz stets nur genannt werden – war das, was man gemeinhin als „Original“ bezeichnet. Eine Persönlichkeit, die am Samstag an den Folgen eines vergangene Woche erlittenen Schlaganfalls unerwartet plötzlich aus dem Leben schied. Bütz wuchs in einer Perger Steinbrecher-Familie auf und absolvierte eine Lehre als Buchdrucker und Schriftsetzer und knüpfte alsbald Kontakte zur Kultur- und Theaterszene. Sein erster großer Erfolg: Ein von ihm verfasstes Drehbuch über das Schicksal von Kriegsheimkehrern wurde 1966 gar als Beitrag Österreichs für die „Goldene Rose von Montreux“ nominiert. „In meiner Jugend war ich viel in Jazzclubs und traf dort auf Menschen, die sich in der Kultur viel besser auskannten als ich. Von denen hab ich mir Tipps geholt, was ich lesen oder mir anhören sollte“, erinnerte er sich einmal in einem OÖN-Interview. Zum Markenzeichen wurde der üppige Vollbart samt kaum zähmbarer Lockenpracht am Kopf. Dergestalt wirkte unter anderem in Walter Wippersbergs Film „Das Fest des Huhnes“ sowie in den „Siebtelbauern“ von Stefan Ruzowitzky in Nebenrollen mit. Bützens wichtigste Wirkstätte war aber stets seine Heimatstadt Perg, wo er eine Druckerei betrieb. Er sah sich als Kultur-Arbeiter, und war sich nie um einen Handgriff zu schade…“ Nachruf aus “Blickpunkt 3/2016”

Ingrid Kanellopoulos prägte 47 Jahre das kulturelle Geschehen in Perg als Mitglied des Perger Theaters. Sie stellte ihre Fähigkeiten in unterschiedlichsten Rollen beinahe in allen Produktionen vor oder hinter der Bühne unter Beweis. Sie lieferte mit ihren Beiträgen als „Omamadschi“ beim Perg Kabarett so manche Lachorgie. Auch als Professorin an der HAK Perg bereitete sie viele Jugendliche auf weitere Aufgaben auf deren Lebensweg vor. Ihre Freizeit verbrachte sie am liebsten mit ihrer Familie und mit Reisen. Ihre zweite Familie war wie gesagt die Theatergruppe Perg, in der sie, nicht nur beim Kabarett, sondern auch bei vielen „normalen Theaterproduktionen“, Lesungen und vielem mehr ihr großartiges Können unter Beweis stellte.

Sie hat uns am 22. April 2018 nach schwerer Krankheit verlassen.

Wir vermissen dich…